fuchsseelenallein
Es ist der ernüchternde Moment, an dem man vor sich selber zugeben muss, dass man sich verlaufen hat. Wir leben alle in diesem Raum und doch haben wir so unterschiedliche Realitäten. Ich gehöre nicht in diese hier. Ich verstehe das alles nicht. Vielleicht sehen und verstehen, aber nicht begreifen: Gefesselte Tiere an den Menschen, kein Vogelgesang bei Sonnenaufgang, nur die Schwalben mit ihren Nestern im Stein. Keine Nahrung, keine Beute. Hier wird nicht gejagt. Hier wird nicht gegessen. Das hier besteht nur aus Energie und Bewegung. Im Wald ist es anders, im Wald ist es gemäßigt und klar. Verständlicher und einfacher und ruhiger, im Wald weiß ich, wer mein Feind ist; hier weiß ich gar nichts.
Fremd und feindselig. Zu groß, laut und gefährlich, was muss ich noch sagen?
Bewegliche Häuser, die Lärm machen, sind die größten Feinde. Sie können aber auch Schutz bieten, da sie nicht ganz auf der Erde stehen, wegen der Wärme. Ich kann mich im Raum zwischen ihnen und dem Boden unsichtbar machen. Aber ich muss rechtzeitig unterschieden haben, ob sich das eine gerade bewegt oder nicht. Bei denen, die stehen, geht das, bei denen, die fahren, nicht. Hier sitze ich, wie auf einer Insel. Nur das mir das Wasser rundherum begreifbarer wäre. Lärm macht so vieles. Lärm kommt aus den Häusern, sowohl den festen als auch den beweglichen, das zu erklären, maße ich mir nicht an und deshalb höre ich damit auf. Sie kommen aus dem Gebäude gelaufen und scheinen ein Ziel zu haben, das Gebäude ist voller Zeichen - sie halten ihre Sprache fest. Ich höre
Und. Feiern. Nein. Schön. Auch. Aber. Nicht. Der. Berlin. Auf. Voll. Unglaublich. Weil. Und.
Was sagen sie?
Ich sehe
P.U.N.K.S.N.O.T.D.E.A.D. F.U.C.K.V.E.R.S.I.C.H.E.R.U.N.G.E.N.D.Ö.N.E.R.I.M.B.I.S.S. L-I-D-O.
K.R.E.U.Z.B.E.R.G.
Was halten sie fest?
Wem nützt das?
Ich reibe mich an dieser Welt und finde keinen Zugang, Stadtwind pfeift meinen Rücken entlang, ich schmeiße mich von Ecke zu Ecke, jeder Bewegung ist ihre Würde genommen. Werde ich erblickt, werde ich vielleicht gegessen, die fahrenden Hütten machen so viel Lärm und drohen, mich zu verschlucken.
In einem ruhigen Moment kann ich beobachten.
Wenn mein Schwanz irgendwas streift und aufwirbelt, ist es kein Laub, sondern Plastik. Vieles hier besteht aus Plastik. Auch das Flussufer dort drüben. Es ist grün, aber sie sind immer noch bunt. Teilweise angemalt, was sie gut finden. Die angemalten mögen das Ufer und gehen hin. Viele nacheinander. Was suchen sie dort? Irgendwie suchen sie überhaupt nichts, sie müssen ja nicht essen. Am Ufer stehen Zelte, also keine bewegten Behausungen und auch keine aus Stein, wo die Schwalben wohnen. Die könnten auch im Wald stehen. Aber auch in Waldumgebung wären sie aus Plastik. Sie springen über die Böschung und kreischen; manche schreien; manche kichern. Mir ist danach nicht, ich will nur Frieden. Ich will hier ausharren und Sicherheit haben. Und ich will zurück dorthin, wo alles klar ist, wo ich sehen und fühlen kann und weiß, dass wenn ich sterben muss, dann sinnvoll. Hier stirbt irgendwie alles so für sich. So wie die Spinne dort am Zelt.
Fremd und feindselig. Zu groß, laut und gefährlich, was muss ich noch sagen?
Bewegliche Häuser, die Lärm machen, sind die größten Feinde. Sie können aber auch Schutz bieten, da sie nicht ganz auf der Erde stehen, wegen der Wärme. Ich kann mich im Raum zwischen ihnen und dem Boden unsichtbar machen. Aber ich muss rechtzeitig unterschieden haben, ob sich das eine gerade bewegt oder nicht. Bei denen, die stehen, geht das, bei denen, die fahren, nicht. Hier sitze ich, wie auf einer Insel. Nur das mir das Wasser rundherum begreifbarer wäre. Lärm macht so vieles. Lärm kommt aus den Häusern, sowohl den festen als auch den beweglichen, das zu erklären, maße ich mir nicht an und deshalb höre ich damit auf. Sie kommen aus dem Gebäude gelaufen und scheinen ein Ziel zu haben, das Gebäude ist voller Zeichen - sie halten ihre Sprache fest. Ich höre
Und. Feiern. Nein. Schön. Auch. Aber. Nicht. Der. Berlin. Auf. Voll. Unglaublich. Weil. Und.
Was sagen sie?
Ich sehe
P.U.N.K.S.N.O.T.D.E.A.D. F.U.C.K.V.E.R.S.I.C.H.E.R.U.N.G.E.N.D.Ö.N.E.R.I.M.B.I.S.S. L-I-D-O.
K.R.E.U.Z.B.E.R.G.
Was halten sie fest?
Wem nützt das?
Ich reibe mich an dieser Welt und finde keinen Zugang, Stadtwind pfeift meinen Rücken entlang, ich schmeiße mich von Ecke zu Ecke, jeder Bewegung ist ihre Würde genommen. Werde ich erblickt, werde ich vielleicht gegessen, die fahrenden Hütten machen so viel Lärm und drohen, mich zu verschlucken.
In einem ruhigen Moment kann ich beobachten.
Wenn mein Schwanz irgendwas streift und aufwirbelt, ist es kein Laub, sondern Plastik. Vieles hier besteht aus Plastik. Auch das Flussufer dort drüben. Es ist grün, aber sie sind immer noch bunt. Teilweise angemalt, was sie gut finden. Die angemalten mögen das Ufer und gehen hin. Viele nacheinander. Was suchen sie dort? Irgendwie suchen sie überhaupt nichts, sie müssen ja nicht essen. Am Ufer stehen Zelte, also keine bewegten Behausungen und auch keine aus Stein, wo die Schwalben wohnen. Die könnten auch im Wald stehen. Aber auch in Waldumgebung wären sie aus Plastik. Sie springen über die Böschung und kreischen; manche schreien; manche kichern. Mir ist danach nicht, ich will nur Frieden. Ich will hier ausharren und Sicherheit haben. Und ich will zurück dorthin, wo alles klar ist, wo ich sehen und fühlen kann und weiß, dass wenn ich sterben muss, dann sinnvoll. Hier stirbt irgendwie alles so für sich. So wie die Spinne dort am Zelt.
anskob - 11. Feb, 21:16
